Frisch gefangener Thunfisch ! 14.10.2017

 

 

Nach Vathi fuhren wir 18 sm weiter nach Fiskardo und wir haben beschlossen, 3 Tage zu bleiben. Es ist zwar sehr touristisch hier, aber auch sehr schön und angenehm. Wir liegen mit dem Anker rückwärts zur Hafenmauer der Stadt.

Während der Woche ist es meistens schon am Nachmittag voll von Chartern und Flotillen. Wir wussten dies aus den Buch von Rod Heikel und kamen bereits kurz vor 12h00 Mittag an. Viele Plätze waren nicht mehr übrig, aber mit gutem Rückwärtszielen lagen wir schnell mitten in einer Flotille. Kein Problem, so läuft wenigstens etwas und wir können zuschauen wie jeden Tag der Ankersalat von den Jungs mit abtauchen und freilegen geschieht.

Gestern morgen legte eine Spanische Yacht bereits um 10h00 neben uns an. Die Männer aus Spanien sahen übermüdet aus, kein Wunder, kamen sie doch direkt von Italien herüber. Wir halfen ihnen mit den Heckleinen was sie sehr schätzten. Angelegt fragten sie Lupita ob wir einen Plasiksack hätten, klar, man hilft sich doch gegenseitig immer gerne aus! Was zieht nun der gute Mann aus eine grossen Kühlbox! Ein  mehr als 1 kg grosses Stück Thunfisch, sie haben ihn auf der Ueberfahrt gefangen und schenkten uns das Stück als Gegenleistung für unsere Hilfe, so etwas von nett!!! Lupita sagte, „ya esta la cena de hoy“. Am Abend gabs dann den ersten Teil im Ofen gebacken, super gut mit Kartoffeln!!!

Heute den Rest kalt mit Gschwellti und Tomaten.

Die meisten Flotillensegler die wir hier antreffen kommen von England oder Holland. Lupita praktiziert mit den Leuten jeweis ihr Englisch und geniesst die Gepräche mit den Schiffsnachbarn sehr !

Heute haben wir nach einem Spaziergang wieder einmal eine Kokosnuss auf gemacht, dies geschieht jetzt immer mit Aufbohren zum Eingiessen der Milch in ein Glas, dann schlage ich mit den grossen Rambomesser rund herum bis die Nuss spaltet und wir geniessen das Fleisch.

Morgen geht es je nach Wetter dann weiter nach Meganisi.

 

 

Kalimera !

 

Martin & Lupita

 

 

Luftaufnahmen in Vathi, 11.10.2017

 

 

Am 10. Oktober legte eine Charteryacht mit Schweizern in Vathi neben uns an.

Sofort kamen wir ins Gespräch. Der nette junge Mann, Reto, machte mit seiner Drohne Aufnahmen und sandte sie mir per Mail zu. So sieht also Vathi von oben aus und das Boot mit dem braunen Deck ist die Futuro Dos ;-).

 

Heute 11. Oktober ist ein Regentag, es wird geputzt und aufgeräumt auf der Futuro Dos. Regen in Griechenland ist eher selten. Im Herbst gibt es aber immer wieder Gewitter und kleine Schauer. Das Gute dabei, die Salzkruste auf den Booten wird heruntergewaschen! Gestern hatte ich übrigens Waschtag!

 

Lupita hat ein Spiel gekauft das hier überall in Griechenland in den Restaurants gespielt wird. Ich glaube es heisst Backgammon, mal schauen ob wir die Regeln begreifen!

 

 

Kalimera !

 

 

Martin & Lupita

Wieder im Ionischen Meer 6.10 2017 bis 10.10.2017

 

 

Am 9. Oktober 17 gabs Tagwache um 06h00. Nach ein paar wunderbaren Tagen in Messalonghi verliessen wir das Gebiet der Lagunen mit den tausenden von Wasservögeln. Interessant waren auch die vielen Schwalbennester an den alten Häusern. Erinnerte mich an die Nester an userem Bauernhaus im Kuhstall!

Also, es gab Frühstück vor Tagesanbruch, wir starteten dann zusammen mit 3 anderen Booten genau bei Sonnenaufgang um 7h30. Wunderbar aber noch ein wenig frisch, nach langer Zeit zogen wir uns wieder einmal die Helly Hansen über.

40 Seemeilen sollten es an diesem Tag werden. Der Wind kam mehr oder weniger aus Norden und half ein wenig mit, ohne Motorunterstützung ging es aber nicht, wir wollten den Durchschnitt von 5.5 bis 6 Knoten halten. Dies gelang auch, die Futuro Dos kam gut vorwärts und wir genossen das sonnige Herbstwetter und schauten den Möven zu die hinter den vielen Fischerbooten kreisten.

Einmal mussten wir kurz ausweichen, ein Schlepper, schleppte einen alten Frachter quer von Itaka Richtung Golf von Patras.

Angekommen in Vathi Itaka legten wir trotz 15 Knoten Wind ohne Probleme rückwärts mit Anker an die Stadtmauer an. Wir bezahlten gleich für 2 Nächte (discount), hier wird von der Stadt ein Gebühr erhoben, die 2 Nächte für unsere Futuro Dos kosten uns 24 Euro. Am Anker wäre es frei, jedoch haben wir so die Gelegenheit Wasser zu tanken und die Einkäufe zu erledigen. Der Kühlschrank ist wieder einmal leer und wir brauchen noch für die nächsten 10 Tage Proviant.

Vathi kennen wir schon von letzten Juni und es ist sehr schön hier.

 

Zwischendurch muss man sich aber wieder um die Technik kümmern, Hier in Griechenland gibt es nur noch Bio-Diesel. Der Diesel hat ein Verfalldatum von 6 Monaten, das heisst es gibt trotz Zusatzprodukten immer mehr Ablagerungen im Tank. Wir haben den Tank geöffnet, soweit es ging mit einer 12 Voltpumpe den Dreck abgesaugt und wieder Zusatz beigemischt. Auch nutzten wir die Zeit um den Duschablauf aussen zu ersetzen und und und ;-).

 

So mal sehen wo uns der Wind morgen oder so hinführt!?

 

 

Kalimera !

 

Martin & Lupita

 

 

Zurück durch den Golf ins Ionische Meer 29.9. 2017 bis 06.10.2017

 

Der Ausflug nach Delphi, dem antiken Griechenland, war ein Hit. Seit 1987 gehören die Ausgrabungen von Delphi zur Liste des Weltkulturbes der UNESCO. Die hystorische Stätte ist besser erhalten als in Olympia. Tausende von Touristen besuchen den Ort und finden an diesem Hügel sehr interessante Resten der Bauten aber auch viele Informationen zur langen Geschichte und zur Mythologie!

 

Wir machten den Ausflug per Taxi von Galaxidi, ein Deal mit dem Taxieigner für Nachsaison und einem Spanischen Paar, Rahael und Carmen von der Ramba VI ermöglichte uns eine schnelle Hinfahrt und 3 Stunden später die Rückfahrt von je ca. 30 Minuten.

Mit Raphael und Carmen verbrachten wir die anschliessenden Tage noch viele Stunden und tauschten, wie so oft unter Seglern, viele Erfahrungen und Rezepte aus!

 

Am Sonntag 1. Oktober gings dann, nachdem wir 2 Tage Starkwind durchgelassen haben, weiter nach der Insel Trizonia. Hier auch wieder einmal eine nie fertig gestellte Marina. Man legt gratis an, es gibt allerdings keinen Strom und kein fliessendes Wasser. Die Insel und der Ort sind sehr schön und es hat einige Tavernen. Bei der Einfahrt waren wir dennoch ein wenig geschockt, liegt doch mitten im Hafen ein 2 Master auf Grund. Anhand der Farbe des Mastes liegt das Boot schon einige Zeit versunken da. Auch hat es an den verschiedenen Stegen so einige Dauerlieger und verlassene Boote.

Die Versorgung der Insel erfolgt über die Taxiboote und einer kleinen Fähre zum nahen Festland. Die Leute sind sehr freundlich und hilfsbereit.

Am 3.Oktober war es dann soweit, wir segelten weiter nach Westen durch Meerenge von Rio-Andirrio. Ueberspannt wir die Meerenge durch die längste Drahtseilbrücke der Welt. Die Brücke ist 2883m lang und hat eine Lichte Höhe von 25m bis 50m.

Der Bau der Brücke war von 1999 bis 12.8.2004.

Vor der Durchfahrt muss man auf Kanal 14, 5sm vorher eine Bewilligung einholen.

Das machten wir dann auch, der Herr sagte, bitte meldet Euch 2sm vorher wieder.

Inzwischen hatte der Wind und die Wellen sehr zugenommen und wir mussten vorsichtshalber die Segel bergen. 2 Seemeilen vorher wieder am Funk, Was ist der Name des Bootes? = Futuro Dos, ok. Wie ist die Masthöhe? = 21m ab Wasserlinie, ok. Was ist die Destination? = Patras, ok, so bitte die Südseite für die Durchfahrt wählen, bitte bestätigen! = Ich bestätigte; 1 Säule zur Linken, 3 Säulen zur rechten, wir passieren südlich, korrekt, bitte 1 SM voher nochmals rufen.

1 SM vor der Brücke, wir waren schon nahe dran, Lupita macht die ersten Fotos, nach erneuter Anmeldung erhalten wir per Funk die Durchfahrtsgenehmigung. Es hatte ausser einer Fähre die vor uns kreuzte nur noch ein weiteres Segelboot in diesem Moment.

Zuerst schien die Brücke sehr hoch, je näher wir kamen, wir sollten ja auf der südlichen Seite wo die Brücke 25 Meter Lichthöhe hat durch, schien uns die Brücke immer tiefer ;-). Die optische Täuschung war gewaltig, Lupita meldete 50 Meter voher dass wir nicht unten durch passen, ich schliesse einen Moment die Augen und wundere mich mal wieder, wieviel man in 5sec zu denken vermag :-).

Klar kamen wir durch, die 4 Meter oder so Reserve waren einfach von unten nicht auszumachen.

Nun waren wir in der Düse drin und eine hohe Welle schon uns, Wind bis 30 Knoten. Wir setzten die kleine Genua und segelten bis zu 7.5 Knoten, für unsere Reinke eine echte Leistung!

Weil wir Vorwind hatten und noch genügend Zeit, beschlossen wir, bis nach Mesolonghi zu fahren.

Die Einfahrt durch den gebaggerten Kanal ist sehr eindrücklich. Links und rechtst stehen Pfahlbauten die zum Teil als Ferienhäuser vermietet werden.

Zuerst wollten wir in die Marina, geht nicht meldete uns ein Typ auf dem Motorrad, sie hätten Legale Probleme und die Marina sei im Moment geschlossen. Nun, kein Problem, wir legen längsseits im Stadthafen an, dort treffen wir auch wieder Carmen und Raphael von der Ramba VI.

Wir bleiben nun einige Tage hier, Die Seewasserpumpe leckt, eine Starterbatterie muss gewechselt werden, wir wollen Wäsche waschen und uns die Stadt ansehen. Ausserdem melden sie bei den Inseln im Ionischen Meer starke Winde bis 40 Knoten.

 

Unser nächstes Ziel ist Vathi auf Itaka, wir melden uns also von den Ionischen Inseln wieder wo wir die letzten 14 Tage verweilen wollen.

 

Kalimera !

 

Martin & Lupita

 

 

Der Kanal von Korinth 25.9. 2017 bis 29.09.2017

 

Gesagt, getan, am 25. September gab es Tagwache bei Sonnenaufgang und ein kleines Frühstück. Kurz danach legten wir ab zur Einfahrt nach Korinth.

Ohne Wind, unter Motor gelangt wir in 3.5h zum Anmelde- und Wartesteg.

Uns wurden ja viele Tipps gegeben, die Beamten an der Anmeldung seien unfreundlich, unendliche Warterei, und so weiter. Als wir ankamen war gerade 1 Segelboot am Steg. Also genügend Platz für uns. 5 Minuten später war ich ausgerüstet mit Crewliste, Pässen, Bootspapieren und Versicherungsnachweisen in mehreren Sprachen, etc. „Hello my friend“ sagte der Beamte am Computer, komm setz Dich, das erste Mal hier? Ja, sagte ich und erwartete jetzt eine längere Prozedur.

Nichts davon, gerade mal den Flaggenschein wollte er sehen, in 2 Minunten war alles eingetippt, das Formular ausgedruckt und ich bezahlte mein 258.-- Euro für die Passage des Kanals mit der Futuro Dos. Die Behauptung, dass es pro Seemeile der teuerste Kanal ist stimmt also ;-) ! Ich solle gleich am Anlegesteg warten und unter Kanal 11 unter Standby bleiben meinte der Beamte, es sei heute Montag nicht viel los. Hatte ich doch erwartet, dass am Montag noch viele Boote durchfahren weil am Dienstag wegen Baggerarbeten der Kanal jeweils geschlossen ist. Nun ich half noch kurz einem weiteren Segler als Lörrach, den wir am Abend vorher getroffen hatten, festmachen und schon tönte es aus dem Funkgerät, Futuro Dos, Futuro Dos, go go go.

Lupita auch sehr gespannt, rief mir zu, vamonos, vamonos :-), welch eine Emotion.

Die Brücke ging auf und 1 Minute später waren die Leinen los und wir unterwegs. Nach uns noch das Segelboot aus Lörrach und ein Ausflugsschiff. Ich war gerade dabei die Ideale Linie im ca. 20 Meter breiten Kanal zu finden, da tönte es aus dem Funkgerät schon wieder, Futuro Dos, Futuro Dos, full speed please, full speed!!!

Ich hatte ein wenig Gegenströmung und konnte kaum schneller fahren als 6 Knoten und wollte auch den Diesel nicht zu sehr stressen. Also ich meldete ok, go as fast as I can.

Die Linien in der Mitte des 3.2 SM langen Kanals zu halten war gar nicht so einfacht, es erforderte von mit volle Konzentration, trotz des geraden Kanals wagte ich auch nicht auf Autopilot umzustellen. Also immer schön auf beiden Seiten nach Vorne gucken und mal einen Blick zurück ob die anderen näher kamen.

Lupita half Ausschau halten und macht die Fotos. Es ist schon unglaublich in diesem Engen Kanal 78 Meter nach oben zu gucken, die Passagen unter den Brücken also kein Problem, wir sind ab Wasser so 21 Meter hoch.

Bald sahen wir den Ausgang und kurz davor sahen wir, dass die versenkbare Brücke im Wasser verschwand und wir verliessen als erstes Boot den Kanal auf der Westseite, kurz vor Korinth hinein in den Golf von Korinth.

Wir entschieden uns nach der Ausfahrt gleich links nach Korinth abzubiegen, dort machten wir aus Gründen von Platz und Tiefgang zusammen mit 3 anderen Booten im fast leeren Frachthafen fest und verbrachen eine ruhige Nacht.

Wieder standen wir bei Sonnenaufgang auf und fuhren ca, 30 SM weiter nach Antikyron. Ein wunderbarer Leuchtturm erwartet uns, ansonsten keine anderen Segler. An Land trafen wir zwei Holländer die den Peloponnes mit den Motorrändern rundeten und im Hotel schliefen. Wir waren müde und früh gings ins Bett, so um die Zeit, als das grosse Fischerboot ablegte. Es waren alles Aaraber an Bord und vor dem Ablegen beteten sie noch alle zusammen Richtung Mekka.

Nun gings ums nächste Kap herum nach Galaxidi. Hier fast voll mit Segelbooten, weil wir Mittags ankamen, konnten wir am Stadtsteg einen gerade freigewordenen Platz ankern.

Heute ist ein Ausflug nach dem bekannten Delphi geplant, mal sehen was wir dann darüber berichten können.

 

Kalimera !

 

 

Martin & Lupita

Von Menomvasia nach Korfus Bucht 15.9. 2017 bis 24.09.2017

 

Die Zeit vergeht wie im Flug! Wie abgemacht kamen Edith und Herwart am Freitag 15. September per Extrataxi vom Flughafen Kalamata nach Menomvasia.

Wir verbrachten den Rest des Tages mit Besichtigung des Städtchens, Einkaufen und Herwart beim Friseur.

Am Abend wurden wir freundlicherweise in die Taverne eingeladen.

Am Samstag gings dann mit leichtem Westwind los nach dem nahe gelegenden Ort Yerakas. Hier ankerten wir auf 8 Meter Tiefe in der Mitte der kleinen Bucht.

Wir nutzten bei allen Manövern die Hilfe unserer erfahrenen Mitselger.

Gerade beim Anlegen an einen Hafen in Griechenland wo keine Mooringleinen liegen und man mit dem Anker festmacht und rückwärts an die Mauer fährt ist es natürlich auch einfacher wenn eine oder zwei Personen mit Erfahrung mehr an Bord sind.

Am Sonntag gings dann weiter nördlich nach Plaka Leonidion. Nicht super gut beschrieben in den Büchern, aber uns gefiehl es gut. Wir ergatterten einen Längsplatz vorne an der Mole wo es tief ist. Ein Besuch bei hohen Temperaturen von über 30 Grad in einer schattigen Taverne am Strand mit einem kühlen Getränk tat gut!

Nach Beratung von Freunden und den Beschreibungen in Küstenbüchern, darf man, einmal in dieser Gegend auch den Ort Porto Celio nicht verpassen, dies also am Montag unser nächstes Ziel. Eine sehr grosse Bucht mit guten Anlegemöglichkeiten an der Stadtmauer und Einkaufsmöglichkeiten nach Lust und Laune!

Nun wollten wir am Tag danach weiter nach dem bekannten Hydra, angekommen war leider der kleine Hafen übervoll und die vielen Wassertaxis und Fährschiffe machten das Liegen dort auch ungemütlich, wir verapassten somit die einstige Hippiinsel und fuhren gerade noch vor Sonnenuntergang in Poros ein.

Ein superschöner Ort. Auch hier viele Schiffe, wir versetzten die Futuro Dos am zweiten Tag an einen ruhigeren Platz und machten Ausflüge.

Am Freitag war es soweit, Herwart und Edith verliessen nach einer Woche die Futuro Dos um bald über Athen wieder zurück nach Deutschland zu fliegen. Vielen Dank für den Besuch!

Wir legten ab und fuhren am 23.September in Korfos ein. Hier ankerten wir rückwärts genau vor dem Restaurant Papa Georgoe's .

Wir verbrachen eine sehr ruhige Nacht. Heute wollen wir hier bleiben und das Fischrestaurant besuchen. Morgen kommt dann der seglerische Leckerbissen, wir wollen am Montag 25. September den Kanal von Korinth von Ost nach West durchqueren. Wir freuen uns sehr, mal schauen was wir Euch dann darüber erzählen können.

 

Kalimera !

 

 

Martin & Lupita

Futuro Dos, Menomvasia 10.9. 2017 bis 14.09.2017

 

Eine wunderbare Zeit haben wir die letzten Tage in Monemvasia verbracht. Wir können jedem Segler oder auch Camperfahrer wirklich empfehlen diesen schönen Ort am SüdOestlichen Teil des Peloponnes zu besuchen!

 

Ein besonderer Leckerbissen ist der Besuch der Altstadt. Die Häuser und Kirchen sind praktisch aus dem Stein gehauen. Die Einheimischen haben sich Mühe gegeben und die alte Stadt wieder zum Leben erweckt. Läden, Restaurants und vieles mehr sind wunderbar in die Häuser integriert. Das Geschäft läuft, praktisch alle ankommenden Segler besuchen den Ort, aber auch Touristen mit Cars und eigenden Autos schauen sich die Stadt an und konsumieren. Der Eintritt ist allerdings nur zu Fuss möglich, nicht einmal mit dem Fahrrad kann man die Gässchen erforschen, alles was rein muss, wird vor dem Stadttor auf Karren umgeladen und so vorort gebracht, also eine antike Fussgängerzone.

 

Die grossen Schildkröten im Hafenbecken sind natürlich der absolute Hit! Den ganzen Tag werden sie beim Schwimmen um die Segelboote fotografiert.

 

Im Dorf gibt es auch viele kleine Geschäfte, ein Laden verkauft zum Beispiel nur eingemachte Sachen und Olivenöl. Alles vom eigenen Hof wie uns versichert wird.

 

Nach 2 Wochen mussten wir unbedingt die Bettwäsche und viele Kleider waschen. Nach Frage an die Frau vom kleinen Laden wurde uns eine Adresse genannt. Alles hat funktioniert, allerdings war der Preis von 40 Euro für 8 kg auch sehr stolz. Was solls, wir schlafen nun wieder in sauberen Bettzeug und alles ist gut.

 

Morgen erwarten wir Edith und Herwart von der ehemaligen Cyganka zu Besuch bei uns. Wir freuen uns sehr! Sie fliegen von München direkt nach Kalamata und haben mit dem Privatfahrer Dimitris, der Annette und Stefan zurückgefahren hat einen Deal gemacht.

 

Die Nächte hier am Anker und mit Heckleine an der Hafenmauer angemacht waren sehr unterschiedlich. Nächte wo kein Hauch von Wind zu spüren war, aber auch zwei Nächte mit viel thermischen Winden und Fallböen über 30 Knoten. Einige Segler haben nach durchwachter Nacht, weil ihr Anker nicht sicher war, den Ort tags darauf verlassen. Unser Anker (Rocna 33, Tipp von Herwart) hielt bisher gut und ist gemäss zwei Typen die tauchend alles kontrolliert haben gut eingegraben. Es hat allerdings auch grosse Steine, ein altes Metallgerüst und einige alte Reifen und so Zeugs im Hafenbecken die das Ankern erschwert. Das Wasser ist aber klar und man sieht eigentlich fast alles auf dem Grund. Wäre toll wenn die Verantwortlichen das Zeugs auf 3 bis 4 Meter Tiefe einmal ausräumen würden. Auf einem Bild ist ersichtlich wie ein Segler am Morgen danach einen Ankersalat lösen muss.

 

Gestern hatten wir Besuch von der Hafenpolizei und der Einwanderungsbehörde. Bei uns alles in Ordnung. Bei einigen anderen Booten dauerte der Besuch länger und sie musssten auf den Posten, gibt scheinbar immer wieder Leute die nicht die richtige Versicherung haben oder die Steuern der Boote nicht bezahlt haben. Die Crewlisten sind wichtig werden hier die ganze Zeit verlangt.

 

Also morgen wird nach Ankunft von Edith und Herwart noch gebunkert und dann geht es Richtung Norden und dann durch den Korinth so fern es die Griechischen Windgötter wollen.

 

Efacharistò“ für das Lesen unserer Berichte und die Feedbacks!

 

 

 

Martin & Lupita

Futuro Dos, Feriengefühle mit Besuch! 31.08.2017 bis 09.09.2017

 

Am 31. August war unsere Sommerarbeitspause in der Schweiz vorbei und der Flieger brachte uns von Zürich über Athen nach Kalamata. Der Teil Athen nach Kalamata reisten wir in einem ganz kleinen Flugzeug, genossen aber dennoch den Flug über die Berge des Peloponnes. 10 Minuten nach der Ankunft waren wir mit dem Taxi in der Marina, ein kurzer Check auf dem Boot zeigte uns, dass alles ok ist.

Trotz vorgerückter Stunde war es immer noch heiss und wir entschieden uns für ein Nachtessen in der nahen Taverne.

Nun galt es innert 2 Tagen das Boot in Schuss zu bringen und die Einkäufe zu tätigen, am Samstag erwarteten wir Besuch von Annette und Stefan.

Bald war es soweit und wir durften die zwei sympathischen Menschen an Bord der Futuro Dos begrüssen. Auch mit ihnen machten wir den Start in einer Griechischen Taverne mit Griechischem Salat, Zaziki, Souvlaki und Meerfrüchten.

Wegen angezeigtem Starkwind bis 90 km pro h am Kap blieben wir nun noch 2 Tage in Kalamata und machten neben Schnäppchenshopping schöne Ausflüge und spazierten in der Altstadt von Kalamata, wirklich zu empfehlen!

 

Am Mittwoch 6. September war es dann soweit und wir legten früh morgens kurz vor Sonnenaufgang in Kalamata ab. An diesem Tag schafften wir bis abends um 19h30 70 NM. Wir ankerten in der wunderschönen Bucht von Nisis Elaphonisos im türkis schimmernden Wasser. Unterwegs gabs wieder einmal Delfine zu sichten, Stefan gelang sogar ein kleines Video mit dem Handy.

Tags darauf gings nach einem erfrischenden Morgenbad und Frühstück weiter nach Monemvasia, ein wunderbares Städtchen von byzantischem Ursprung. Der Anker hielt mit Hilfe von Stefan rückwärts an den kleinen Steg angelegt beim ersten Mal.

 

Ich habe bei unserer Ankunft auch noch den neu konstruierten Kettenabweiser von Mario Mügeli montiert, es scheint, dass der Kettenlauf nun viel besser funktioniert.

 

Angekommen, machten sich Stefan und Annette auf den Weg eine Transportmöglichkeit zurück nach Kalamata zu finden. Ein normales Taxi würde 250 Euro kosten, mit dem Bus muss man 3 x umsteigen und die Reise dauert lange. Schnell wurde aber eine private Fahrt für 130 Euro für die 2 1/2 h Fahrt gefunden und gebucht. Wir genossen den letzten Abend noch in einer Taverne bei „Fast Vollmond“ und einer gigantischer Sicht auf die Bucht und das alte Städtchen.

Annette musste dann noch ein paar Stunden Lektionen vorbereiten und die Nacht wurde kurz. Viel zu schnell war 6h00 morgens und nach einem kurzen Frühstück stand auch schon Dimitris mit dem Privattaxi vor dem Boot und Annette und Stefan mussten uns verlassen.

 

Danke Ihr Zwei, das war eine sehr schöne Zeit mit Euch, gerne wieder!!!

 

Wir haben uns dann gleich daran gemacht und den Putz- und Wäschetag hinter uns zu bringen. Am Nachmittag bei wieder über 30 Grad aber einem schönen Windchen genossen wir den Blick auf die Bucht, die riesigen Wasserschildkröten die hier herumschwimmen und auch ein wenig Hafenkino mit spektakulären Anlegemanövern war uns nicht vergönnt.

Heute wollen wir nun noch einige Pendenzen erledigen, dann geht es an die Ausflüge in diesem wunderbaren Ort. Bestimmt können wir dann auch darüber wieder etwas erzählen.

 

 

Kalimera aus Monemvasia

 

Martin & Lupita

Futuro Dos, um den ersten Finger des Peloponnes herrum nach Kalamata, 27.6.2017 bis 15.7.2017

 

Nach dem Besuch von Olympia hiess es am 27. Juni Anker auf in Katakolon.

Kurz vor unserem Ablegen konnten wir zusehen was passiert wenn der Anker hängen bleibt. Ein Britisches Boot lag 2 Tage neben uns, beim Anker auf blieb der Anker hängen. Was ist passiert. Hier in Katakolon hatte es frührer Schwimmstege aus Beton im Hafen. Aus irgend einem Grund wurde diese entfernt und liegen nun an der Strasse und am Strand verteilt auf dem Trockenen, was wir nicht wussten, dass die Typen hier, die Kette wo die Schwimmstege festgemacht waren im Hafen liegen gelassen haben! Liegt nun ein Anker direkt vor der Kette und wird eingefahren, so bleibt man beim Anker auf daran hängen. Gut wenn man eine Trippleine am Anker festmacht, hat den Vorteil dass man sieht wo der Anker ist und man kann ihn dann auch abwechlungsweise hinten und vorne anheben und so unter der Kette oder eine anderen Objekt raushebeln. Nun die Engländer hatten keine Leine, sie tauchten und fuhren im Kreis bis der Anker frei wurde. Hafenkino pur!!!

Für uns gabs keine Probleme, aber wir warteten gegenseitig mit ein paar anderen Booten und sich im Notfall helfen zu können.

Für uns gings weiter nach Kyparissio und dann nach Pylos. In Pylos mussten wir wegen Starkwinden einige Tag verweilen. Uns war es recht, gab es doch hier einigen anzuschauen und der Platz an der Hafenmauer einer nicht fertigen Marina war perfekt. Hier in der grossen Bucht von Navarino wurde Geschichte geschrieben. Her die Beschreibung aus Wikipdia

Die Schlacht von Navarino (auch Schlacht bei Navarino) war eine Seeschlacht und fand am 20. Oktober 1827 vor der Südwestküste des Peloponnes statt. Sie war das entscheidende Ereignis, mit dem Griechenland nach einem jahrelangen Aufstand seine Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich erlangte. Captain Fellowes, der die britische Fregatte Dartmouth kommandierte, sah einen türkischen Brander luvwärts und schickte ein Boot mit der Aufforderung, dass das Schiff entfernt werden solle. Die Türken eröffneten das Feuer, töteten einen Leutnant, der die Mitteilung überbrachte, und einige aus der Bootsbesatzung. Die Dartmouth eröffnete daraufhin „defensiven Beschuss“, worauf sofort die Schlacht ausbrach.

Die Alliierten, die alle eng in den Kampf gingen, hatten zwischen den Feinden geankert und profitierten von ihren schwereren Breitseiten und ihren besseren Kanonen. Bemerkenswert ist das Verhalten des Kapitäns, der den britischen Kutter HMS Hynd befehligte. Er reihte sich neben dem britischen Flaggschiff in die Gefechtslinie ein und beschoss unermüdlich mit seinen gerade einmal vier Kanonen der Steuerbordseite die türkischen Schiffe. Dies brachte dem kleinen Schiff den Ehrentitel „Ihrer Majestät Linienkutter“ ein. Dreiviertel der türkischen und ägyptischen Schiffe wurden von den Angreifern versenkt oder von ihrer eigenen Besatzung in Brand gesteckt. Auf alliierter Seite wurden 75 Engländer getötet und 197 verwundet, 43 Franzosen getötet und 183 verwundet, sowie 59 Russen getötet und 139 verwundet. Im britischen Geschwader wurde Captain Walter Bathurst von der HMS Genoa erschlagen. Die Verluste auf osmanischer Seite sind nicht genau überliefert, waren aber sicherlich hoch. Die Schlacht von Navarino war die letzte große Seeschlacht ausschließlich mit Segelschiffen.

Da haben die Türken aber wirklich viel verloren! Wir haben die Burg besichtigt und der Ort lädt mit seinem Zentrumsplatz wo sich die Leute am Abend nach der Hitze treffen wirklich herzlich ein.

Die nächsten Tage ging es dann weiter nach Methoni und Phoinikous wo wir jeweils ein paar Tage ruhig am Anker in der Bucht lagen. Tagsüber fuhren wir mit dem Beiboot in den Ort zum Einkauf und natürlich auf einen frischen Organgensaft für Lupita !!! Die Zeit vergeht sehr schnell und wir geniessen es in vollen Zügen.

Am 10. Juli machten wir uns dann auf den Weg nach Kalamata, dies ist wie angekündigt unser Zielhafen wo wir die Futuro Dos bis 1.9.17 liegen lassen.

Am 19.7. gehts nach Hause, Famileintreffen, Arbeit und Termin warten.

Diese Tage haben wir hier genutzt und einige Arbeiten am Schiff zu erledigen. Auch fanden wir wie angekündigt den neuen Wärmetauscher im Marinabüro vor. Lupita half mir beim Einbau und wie es aussieht, ist alles ok.

Die letzten Tage verbringen wir nun noch mit Faulenzen. Die Stadt hat einiges zu bieten, einen schönen Park mit einem Eisenbahnmuseum und vieles mehr. Wir erledigen die Pendenzen am Morgen wenn die Temperaruren noch nicht 30 Grad erreichen. Am Nachmittag setzten wir uns dann in die Bar des hiesigen Yachtclubs und schauen Tennis und trinken kühle Getränke ;-).

Bis bald

Kalimera aus Kalamata

 

Martin & Lupita

Futuro Dos, Meganisi, Ithaca, Kefalonia, Zakinthos, Katakolon, Olympia 14.6.2017 bis 27.6.2017

 

Herrlich, nun gings auf die Inseltour im Ionischen Meer, nach Meganisi steuerten wir Ithaka an und verweilten 2 Tage in Vathi. Ueberall entweder am Anker oder in den Stadthäfen. Oft zahlt man nichts oder einen geringen Betrag und erhält dann auch Wasser und Strom.

Kefalonia und Zakintos sind wunderbare Inseln und die Ankerplätze sind toll.

Eine grosse positive Ueberraschung erebten wir in Sami, der Hafen gratis, zwar gab es ein Wasser und keinen Strom, mit unseren 1000 Litern Reserve können wir aber zu Zweit gut 2 Wochen leben, auch wenn wir das Süsswasser zum WC spülen brauchen. Ein junger Mann half uns festzumachen, er empfahl uns seinen Supermarkt und sein Restaurant, für alles andere sollten wir ihn einfach fragen. Wir nutzten den Supermarkt wie das Restaurant, auf die Frage wo man Wäsche waschen könne, sagte er uns, „nur herbringen, very cheap“. Das machten wir und am Abend kam die Wäsche gewaschen zurück und er verlangt nichts, das sei ein Geschenk für Segler!

Nach einigen Halts in Zakinthos gings weiter an den Peloponnes nach Katakolon.

Dort legen regelmässig grosse Kreuzfahrtschiffe an, die Besucher machen das ganze Business in diesem Ort aus. Der Grund ist die Ausflugsmöglichkeit nach Olympia.

Auch wir wollten dies nicht verpassen und reisten am Tag darauf mit dem lokalen Zug nach Olympia wo alles begann. Es hat 2 gute Museum und die Ausgrabungen. Das Meiste wurde durch Kriege und Erdbeben zerstört und für die Besucher soweit als möglich hergerichtet. Es brauche allerdings schon viel Vorstellungskraft um sich die Oertlichkeiten wie sie früher waren vorzustellen. Wir genossen den Tag sehr und sind froh, diesen speziellen Ort besichtigt zu haben.

Wir trafen einen Mann der uns von einem Kollegen erzählte dessen Vater an den Olymischen Spielen vor vielen Jahren teilgenommen hat. Nach dem Tod des Vaters hat der Sohn hier in Olympia seine Asche zwischen den Ruinen verstreut. Die Kränze die die ehemaligen Olympiasieger trufen, man sieht es an den Statuen, erninnert mich an die Kränze der Schwinger in der Schweiz! Die Besten wurden auch hier wie Könige und Götter behandelt!

Olympia ist sehr gut besucht und die Restaurants und Tavernen profitieren sehr davon, scheint, dass doch ein Teil der Wirtschaft in Griechenland funktioniert.

Auch stellen wir fest, dass scheinbar gegenüber früher jetzt konsequenter auch für Häfen bezahlt werden muss und immer die 24% drauf kommen. Die Preise im Supermarkt sind eher teuer, das heisst zum Teil teuerer als in Deutschland. Günstig ist das Schweinefleisch, 2 Kotteletten kosten 3 Euro.

Im Restaurant bezahlt man viel weniger als bei uns, aber eher mehr als in Spanien und Italien.

Trotz allem, wir sind froh nach Griechenland gekommen zu sein. Wir verstehen ausser Kalimera und Jassas eigentlich nicht viel Griechisch, trotzdem ist die Kommunikation mit den Griechen einfach, Mit ein wenig Englisch, Italienisch und Händen und Füssen haben wir bisher alles verstanden ;-).

 

 

Kalimera

 

Martin & Lupita

 

Futuro Dos, Diesel und Wasser oder Benzin 7. Juni 2017 bis 14.Juni 2017

 

 

 

Am 13. Juni sind wir schlussendlich aus der wunderbaren Bucht, wo wir mehr als 2 Wochen verbrachten raus. Schüpbachs und Knolls sind inzwischen auch weg und wollen den Sommer in der CH verbringen. Paul, der Mechaniker mit seiner schwimmenden Werkstatt ist zu einer einsamen Insel im Süden gesegelt wo er seine Ferien verbringen will.

 

Wir entscheiden uns vorerst nur um die Ecke nach Vathi zu fahren, dort im Stadthafen eine Nacht zu verbringen, zu bunkern und am Tag danach noch auf der Fahrt raus Diesel und Wasser zu tanken. Es sollte anders kommen ............

 

Wir haben wir wie geplant gebunkert, der Inhaber des kleinen Ladens brachte uns alles mit dem Pickup bis vors Boot. Am Abend trafen wir uns noch mit Klaus und Birgitt zum Essen. Alles toll, am Tag darauf sollte es um 10h00 nach dem Tanken weiter nach Süden gehen! Wie abgemacht wurde der Platz um 10h00 zum tanken frei und wir parkierten ohne Probleme rückwärts in den schmalen Gang.

 

Der „neue Marinero“, das wussten wir erst nachher, kam mit dem langen Schlauch an Bord und fing an zu tanken, als plötzlich der Schiffsnachbar schrie, ob wir wirklich Benzin und nicht Diesel tanken wollten!!!!!!!

 

Shit happens!

 

Ein Blick auf die Tanksäule zeigt, dass erst/schon 17 Liter reingeflossen sind. Der Marinero verschwand sofort und rief seinen Boss, ein junger Engländer der hier als Marinero arbeitet. Nun zuerst die plumpe Version der Miterarbeiter, das ist nicht so schlimm, wir regeln das, auf ihre 600 Liter sind das nur 3 % das verdampft sofort. Ha, ha denkt ihr sage ich, Benzin schmiert nicht, rufen sie mal den Besitzer, das geht so nicht, ihr müsst den Tank auspumpen. Nun nur nicht den Motor starten! Dank 24h Internet google ich mal die Sache. Also in Deutschland gibt es bei Autos pro Jahr 10`000 Fehlbetankungen, da wird immer ausgepumpt. Nun sagt die Theorie, bei 2% oder weniger könnte man das Risiko mit Beimischung von 1/2 Liter Oel eingehen. Ich rufe Paul den Mechaniker, Paul meinen Kollegen und den Importeur meines Nanni Diesels in der Schweiz an.

 

Wir kommen zu Schluss, dass der Tank bis auf 950 Liter mit Diesel gefüllt werden soll und ein spezieller Zusatz dazu. Das Risiko dass das Bezin die Schmierung dann noch starkt reduziert, ist dann sehr klein. Der Besitzer der Marina und Tankstelle ist inzwischen eingetrofffen und offeriert mir Diesel für 500 Euro, den Zusatz und eine Nacht in der Marina mit Strom und Wasser. Ich entscheide mich dafür und es schien geklappt zu haben. Wir haben inzwischen 100 Stunden Motor und 20 Stunden Generator und es läuft.

 

Das war die Diesel/Benzin Geschichte, was für ein Stress/Schock

 

 

 

Am Tag darauf gings dann aber wirklich weiter nach Süden im Ionischen Meer

 

 

 

Herzliche sonnige Grüsse von der Futuro Dos

 

Martin & Lupita

 

 

Futuro Dos im Ionischen Meer 14. Mai bis 7. Juni 2017

 

 

 

Früh aufstehen hiess es an diesem Sonntag 14.Mai, kein Problem wir gehen zurück auf die Futuro Dos und die Motivation ist gross. 6 Monate ist es her und wir freuen uns riesig, sind aber auch sehr gespappt wie alles aussieht, ob alles noch funkioniert und wie der allgemeine Zustand des Rumpfes ist. Der Winter in Preveza ist kalt und nass und setzt nahe am Meer den Schiffen zu.

 

Der Flug von Zürich ging über Belgrad nach Athen. Ausgestiegen, während wir auf die Koffer warten, schalte ich mein Telefon ein und schon klingelt es von einer griechischen Telefonnummer!? Wer ist das, ja sicher schon das Taxi das wir über email bestellt haben um direkt aufs Boot gebracht zu werden. Ja, es war der Taxidriver, aber mit einer negativen Nachricht, er hatte einen Unfall und kann uns nicht abholen. Nun was? Mit dem Bus wie vorgeschlagen wären wir spätabends zwar in die Nähe aber nicht aufs Boot gekommen. Wir beschliessen ein Hotel in Athen zu nehmen und unsere Ferien so zu beginnen. Nochmals haben wir dem Fahrer telefonieriert, er würde uns am nächsten Tag um 12h00 mit einem anderen Auto abholen. Wir geniessen den ersten Abend in Athen mit einem Spaziergang am Strand und einem feinen griechischen Essen und rotem Wein.

 

Wie abgemacht hat uns dann am Montag das Taxi abgeholt und 4 Stunden später vor unserem Boot abgesetzt.

 

Von aussen sieht alles gut aus, dann die Leiter rauf und den Niedergang aufgemacht, hier auch alles klar, kein Wasser, keine Wespen im Innern und kein komischer Geruch, das ist schon eine grosse Erleichterung.

 

Nun ging es 5 Tage an die Säcke, wir streichen das Freibord und das Unterwasser, testen Motor, und alles Pumpen und machen den nötigen Unterhalt.

 

Am Dienstag 23.5.17 haben wir einen Einwasserungstermin und alles klappt wie am Schnürchen. Wir versetzten nach Preveza in die Stadtmarina. Es folgen 3 Tag Regen, macht uns aber nichts aus, wir putzen das Boot und lassen ein neues Sonnepanel montieren und reparieren noch das Buglicht, was total verrostet ud funionierte nicht mehr richtig.

 

Dann am Sonntag darau ist es soweit, wir laufen vollgebunkert aus, das Ziel die Abelki Bucht auf Meganisi. Dort wollen wir uns mit Rita und Martin und Heinz und Lilo treffen. Sie kennen den Ort seit vielen Jahren und bezeichnen es als den schönsten Ort in Griechenland.

 

Am Nachmittag um 3h treffen wir ein, sofort wird uns beim Festmachen der Landleinen geholfen und wir laden später zu einem Apero auf der Futuro Dos ein.

 

Dabei sind auch Paul und Evelyne, er Holländer sie aus Moutier, sie leben seit 36 auf ihrem Betonschiff und offerieren Arbeiten an Booten.

 

Hier wollen wir ein wenig bleiben, gegenüber eine tolle Taverne, alles gut geschützt vor den meisten Winden und wir können zu Fuss ins nächste Dorf laufen. Weiter können wir mit der Fähre nach Nidri und von dort mit dem Bus nach Levkas.

 

Wir geniessen die Ausflüge, baden jeden Tag mehrmals und ruhen uns nach den sehr intensiven Monaten März und April aus.

 

Die Temperaturen sind zwischen 25 und 30 Grad und es schein fast immer die Sonne.

 

Ich ergreife die Gelegenheit und lasse von Paul eine Sitzbank für unser Schlauboot bauen. Weiter muss nun nach 3 Jahren der Wärmetauschen geöffnet und alles gereinigt werden, ich traue mir das alleine das erste Mal nicht zu und Paul zeigt mir wie das geht. Leider kommte ein vermurkstes Hauptteilzum Vorschein, die Gefahr von Salzwasser im Motor wäre zu gross und ich muss es ausstauschen. Die Beschaffung der Oringe und des Ersatzteils erweisen sich hier problematisch und dauern. Kein Problem, wir verlängern unseren Aufenthalt um 1 Woche oder so und geniessen weiterhin das tolle Wetter.

 

Eines Abends machen wir am Strand ein geschütztes Feuer und es gibt eine Standgrillade. Zwischendurch gehen wir in die Taverne essen wo wir auch Jeden Tag 20 Liter Wasser umsonst erhalten.

 

Martin Schüpbach hat uns geholfen mit seiner Erfahrung die schönsten Buchten zwischen hier und Kalamata herauszusuchen, wir planen also unseren Törn, am 8. Juli haben wir eine Reservation in Kalamata, Dort bleibt dann das Boot für 2 Monate,.

 

 

 

Jetzt bleiben wir noch ein Paar Tage hier, dann geht es langsam nach Süden.

 

 

 

Herzliche sonnige Grüsse von der Futuro Dos im wunderbaren Ionischen Meer

 

Martin & Lupita

 

Januar bis März 2017

 

Wir hatten einen wunderschönen Winter. Nach einem intensiven Januar mit viel Arbeit, durften wir ab 6.Febraur 17, 5 Wochen in Neuseeland verbringen. Wir haben einen Camper gemietet und die beiden wunderbaren Inseln abgefahren.

 

Nun sind wir wieder in der Schweiz. Leider ist es noch nicht soweit wieder auf die Futuro Dos zu fahren.

Viel Arbeit bis Mitte Mai steht an. Das ist aber ok so, wir freuen uns umso mehr, ab Mitte Mail, sobald das Freibord der Futuro Dos gestrichen ist, wieder in See zu stechen.

Es soll von Preveza innerhalb von 2 Monaten bis nach Kalamata gehen. Im Sommer, in der heissesten Zeit, kommen wir wieder für 7 Wochen nach Hause. Ab September wollen wir dann den Peloponnes umrunden.

Wir freuen uns jetzt schon auf die angekündigten Besuche auf der Futuro Dos!

Bis bald

Liebe Nautische Grüsse

Martin & Lupita

 

Alles Gute zum neuen Jahr!

 

Feliz año nuevo !

 

Bonne année! 

 

Happy new year !

 

Felice anno nuovo !

 

 

 

 

 

Liebe Seglerfreunde

 

 

 

Schon wieder ist ein Jahr vorbei! Nun sind es schon fast 3 Jahre her seit der Einwasserung im April 2014. Wie doch die Zeit vergeht.

 

Von Spanien über Sardinien, Sizilien sind wir nun seit diesem Herbst in Griechenland. Unser Futuro Dos steht mit vielen tausend anderen Booten auf der Trockenmarina in Griechenland Preveza am Ionischen Meer.

 

Seit Mitte November sind wir Zuhause in der Schweiz und haben alle Hände voll zu tun. Wie geht es weiter?

 

Wir haben uns entschlossen im Februar, da ist es noch zu kalt in Griechenland, 4 Wochen auf Neuseeland zu verbringen, wir haben einen Camper gemietet und wollen von Christchurch bis auf die Nordinsel nach Auckland fahren. Ich war vor 34 Jahren schon einmal dort, mal schauen was ich noch wiedererkenne.

 

Im März und April wird dann wieder in der Schweiz gearbeitet, aber ab 15. Mai gehts weiter im Ionischen Meer. Den genauen Plan haben wir noch nicht, sicher geht es weiter nach Süden und dann so wie der Wind weht ;-).

 

 

 

Wir wünschen allen eine gute Zeit, gute Gesundheit und viel Glück im neuen Jahr !!!

 

 

 

Ich werde unsere Reise in Neuseeland auf dieser Homepage dokumentieren, auch wenn es nur zum Teil mit der Fähre geht :-).

 

 

 

Liebe Langfahrtgrüsse und Landfahrtgrüsse

 

 

 

Lupita & Martin

 

 

 

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Liebe Nautische Grüsse

Martin & Lupita

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