Salinas Trapani und Bio-Farm, 3. bis 7.10.21

Die Wetteraussichten standen auf Gewitter und Sturm, also kam das Alternativprogramm mit Landausflügen zu Zug.
Wir reservierten in Trapani ein Zimmer für 2 Nächte, die Unterkunft war nicht sehr toll, lag aber zentral und wir konnten den Hafen und die Altstadt zu Fuss erreichen. Am Tag der Ankunft besichtigten wir bei viel Wind das Hafengelände und die touristische Alstadt. Unsere Unterkunft hatte eine kleine Küche und somit bereiteten wir uns  nebst Frühstück auch das Abendessen vor.
Am Tag 2 regnete es wie in Strömen und wir verbrachten vor dem Besuch der Salinen die Zeit mit shoppen.
Nach 2 Tagen hatten wir das für uns Wichtigste gesehen und wir verliessen Trapani um pünktlich um 11h30 auf der Biofarm Augustali an einem für uns reservierten Bio-Pizzakurs teilzunehmen. Bei der Ankunft stellte die Kursleiterin Beatriz fest, dass der Ofen nicht funktionierte, die Zutaten lagen alle schon bereit und der vorbereitete Teig mit Mutterhefe roch seht gut. Für 2 Personen wird nicht der Holzofen in Betrieb genommen, der muss 18h vorher schon angefeuert werden. Was nun? Beatriz stammt ursprünglich aus Venezuela und wir konnten uns in Spanisch unterhalten. Sie schlug uns vor, die Farm und die Bodega zu besichtigen, dies inklusive Weindegustation, wer kann da schon nein sagen😁.
Das Ganze wurde ein voller Erfolg und weil der Ofen nicht funktionierte wurden wir sogar zu einer kalten Platte eingeladen. Natürlich kauften wir vom feinen Wein und andere Naturprodukte der Farm.
Wir sind wieder zurück auf der Futuro Dos, das Wetter will aber noch nicht so richtig, mal schauen was wir weiter machen, morgen Freitag ist auf jeden Fall der Grosse Markt in Termini Imerese.
Liebe Grüsse von der Futuro Dos
Martin & Lupita

22. September bis 2.Oktober 21, Die Tage werden kürzer

Familie Ramirez kam mit Easyjet von Basel wie geplant in Palermo an. Wir fuhren mit dem Zug zum Flughafen und begleiteten sie zurück bis nach Termini Imerese wo wir wieder zum Boot gingen. Die Zugfahrt mit Trenitalia dauerte ca. 2h und es gab viel zu erzählen. Familie Ramirez hatte ein Campinghäuschen in Cefalu direkt am Meer gemietet.
Wir pendelten dann mit dem Auto jeden Tag zwischen Termini Imerese und Cefalu, es ist eine kurze Strecke von knapp 30km. Der Camping Ponente ist von Deutschen geführt, sehr sauber für Sizilianische Verhältnisse und gut organisiert. Es hatte nebst Meeranschluss auch ein Schwimmbassin, wo wir viele Stunden mit den Kindern verbrachten. Die Woche mit meist tollem Wetter verging natürlich wie im Flug und wir genossen es sehr. 3x kamen 1 oder 2 der Enkelkinder zu uns auf dem Boot übernachten, was uns sehr freute, auch machten wir mit allen zusammen einen Ausflug zu einem Park und Ausflugspunkt in Termini Imerese.
Alles hat ein Ende und so hiess es bei einem gemeinsamen Abendessen in einer schönen Taverne schon wieder Abschied nehmen. wir vermissen Euch jetzt schon!
Nach einigen heissen Winden mit viel Staub in den letzten Tagen brauchte das Boot eine grosse Wäsche. Auch Kleider wurden mit der 3kg Bordmaschine gewaschen, 7 Maschinen in 2 Tagen.
Auch andere Segler warten im Moment noch auf besseres Wetter um noch ein wenig rausfahren zu können, es ist gewitterig in diesen Tagen und es soll auch einige Herbststürme geben. Nun, wir machen Einkäufe und Ausflüge und schauen wie es wird.
Gestern ist Ronny nach 2 Saisons zurück in die Schweiz gefahren, sein Boot steht nun für 1.5 Jahre sicher befestigt an Land.
Ja, die Tage werden kürzer und wir sind in den letzten Wochen dieser Saison. Habe mit dem Omnia Backofen wieder einmal einen Bananenkuchen gebacken, Lupita liebt es, ein Stück davon zum Frühstück zu geniessen.

Liebe Grüsse
Martin & Lupita

Sizilien 14. bis 21. September 2021

Das Wetter hat einigermassen gepasst und wir konnten für 2 Nächte und 3 Tage auslaufen. Wir ankerten ca. 20sm von Termini Imereseentfernt, in der Nähe von Palermo in der Bucht von Arenella.
Auf 7m Tiefe mit Sandgrund hielt der Anker bestens, auch wenn es uns nachts regelmässig drehte. Es waren noch ein paar Langfahrtsegler  dort, Tagsüber kamen kleine Motorboote. Der Hit war aber, ein 18 9Fuss kleines Segelboot mit einem älteren Italiener und seiner Frau. Otilio spielte jeweils für ein paar Stunden Gitarre und Mundharmonika und hatte auch eine wunderbare Stimme! Vor der Rückfahrt kam er bei uns für einen Schwatz vorbei und erzählte auch, dass seine Mutter von San Diego California stammte. Wir genossen die Darbietungen  sehr. Leider wurden wie in dieser Jahreszeit üblich, Gewitter angesagt und die Batterie des Generators versagte auch noch.
Wir fuhren zurück nach Termini Imerese wo wir am gleichen Abend auch noch die zwei jungen Oesterreicher Alice und Florian mit ihrer Vela verabschiedeten, sie wollen innerhalb 2 Jahren bis nach Neuseeland segeln, nach grossem Refit des Bootes geht es nun erst einmal bis nach Sardinien und Carloforte.
Wir haben ja das Auto dabei, somit können wir damit auch einkaufen gehen und Landausflüge machen. Das Loch im Auspuff liess ich in einer lokalen Autowerkstatt zu meiner Zufriedenheit reparieren. Werde dann auch den Service dort machen lassen.
Auf ein Rat von anderen Seglern gingen wit letzlich in ein Terrassenrestaurant im Zentrum essen. Es heisst Tocca a tia und bietet ein super Angebot zu fairen Preisen, Lupita hat Tunfisch gegessen, war wirklich sehr gut! Wir werden sicher wieder hingehen.
Gestern Sonntag machten wir einen Ausflug nach Cefalu, touristisch aber wirklich sehenswert, und es gibt wie fast überall in Italien sehr feine Gelati! Ich nehme fast immer Pistaccio, kommen doch diese feinen Nüsse von der Insel.
Heute waren wir "lädele" und machen später mexikanische Tacos und Quesadillas.
Morgen kommen Christine, unsere Tochter mit Ehemann Ever und ihren 3 Kindern für eine Woche nach Sizilien, wir freuen uns sehr und können es fast nicht erwarten.
In der Schweiz sind die Temperaturen gefallen, hier haben wir tagsüber immer noch bei 30 Grad.

Danke für den Besuch auf unserer Homepage
Martin & Lupita

7.9.21 bis 13.9.21 Sizilien im Herbst

Unsere nächste Etappe auf Sizilen stand am 7. September 21 an. Wir verbrachten wunderbare 4 Wochen in der Schweiz bei unserer Familie, mit Freunden und auch kleinen Projekten und Arbeit.
Angekommen am Flughafen Basel, erhielten wir bald einmal die Information des Fluglotsenstreiks. Die Verspätung dauerte gut 4h uns wurde  von Easyjet die Wartezeit  mit einem Mineralwasser und einem Muffin entschädigt. Wir wurden nach 2-Stündiger Zugsfahrt am Bahnhof von Termini Imerese freundlicherweise von Ronny mit dem Auto abgeholt.
Schlussendlich waren wir um 21h00 auf dem Boot und fanden alles ok an Bord. Danke Ronny für die Stromüberwachung und die Pflanzenpflege!

Die nächsten Tage verbrachten wir mit Einkaufen, natürlich Bootsreinigung und Gesprächen mit neuen und alten Nachbarn. Mit dem riesigen Angebot an Früchten, Gemüse, Nüssen, Käse und anderen Lebensmitteln machte uns das Kochen auch viel Spass. Der Versuch ein Bananenbrot im Omniabackofen zu backen gelang super, danke Gabriela fürs Rezept. Einige Ersatzteile kamen inzwischen in der Werft an und wir konnten die Pakete abholen. Ein Ehepaar von einem benachbarten Boot ging für 4 Wochen nach Hause und bescherte uns mit 3 Taschen Lebensmitteln und Kosmetik, sehr nett!

 

Termini Imerese liegt zun grossen Teil von Hügeln umgeben wo auch der grösste Teil der Stadt liegt. Wir sind (mit dem Auto) auf den Vorsprung wo eine art Burg steht gefahren. Herrlicher Ausblick und 2 grosse Parks mit viel Schatten, Kinderspielplätzen und auch Restaurants mit wunderbarem Ausblick aufs Meer, Richtung Palermo.
Am Samstag 11.9 wollten wir einen Ausflug ins historische Städtchen Caccamo machen, zwei ausgewachsene Gewitter mit viel Regen hielten uns aber auf dem Boot zurück. Gestern hats dann geklappt und wir genossen den Ausflug auf 500MüM sehr.

Am Montag kann ich unser Auto in die Werkstatt bringen um den dröhnenden Auspuff zu reparieren.
Uns fehlt natürlich die Präsenz der Eira mit Eva und Frank, sie sind aus Wettergründen bereits nach Licata auf die Südseite der Insel gesegelt und geniessen es dort sehr.

In den nächsten Tagen wollen wir wenn das Wetter stimmt einige Ankerplätze in der Nähe von Palermo besuchen.

Beste nautische Grüsse
Martin & Lupita9

25. 7 Bis 3.8.21 Besuch aus der Schweiz und zurück in die Schweiz

Am 25. July um 7h00 hiess es Anker auf in der Bucht im Nordwesten von Vulcano. Mit Segel schafften wir ca. 1/3 der Strecke nach Capo d'Orlando und genossen dabei das vorbereitete Frühstück. Nach der Insel war fertig mit genug Wind und wir warfen zur Unterstützung unseren Nanni an. Die 16nm brachten wir schnell hinter uns und um 11h30 waren wir an der Tankstelle, bevor wir den reservierten Platz in der Marina ansteuerten. Kurz ins Büro und dann reichte es noch für die dringensten Einkäufe im kleinen Supermarkt, bevor am Sonntag Nachmittag geschlossen wurde. Schiff waschen und Kabinen für die Gäste vorbereiten war angesagt, und kurz bevor Claudia, Peter und Lynn mit dem Zug von Palermo eintrafen war das Meiste erledigt. Nach dem Verstauen der Sachen und einem kurzen Hafenrundgang mit Bierbeschaffung, assen wir zusammen eine Kleinigkeit auf dem Boot.
Wir hatten uns nach langer Zeit viel zu erzählen, Peter interessierte sich vorallem für die Aenderungen auf dem Boot, war er doch vor 7 Jahren sehr mit der Ausrüstung der Elektrik und Elektronik beschäftigt. Am Montag gings wieder zu den Inseln, unser Platz neben der Eira wurde inzwischen von Eva als wieder frei gemeldet.
Die folgenden Tage vebrachten wir mit baden, vielen interessanten Gesprächen und einem Besuch in Lipari.  Unser Besuch liess es sich nicht nehmen, am zweiten Tag in der Frühe auf de n 391m hohen Vulcano zu steigen und sich den Schwefeldämpfen auszusetzen. Am Donnerstag, kurz vor der Abfahrt löste sich bei unserem Boot die Verbindung vom Getriebe zur Welle stark. Mit einem Spezialeinsatz und Hilfe von Frank von der Eira, konnten wir die Sache richten. Kurz nach 17h00 verliessen wir Lipari und machten uns auf den direkten Weg mit einer Nachtfahrt nach Termini Imerese. Distanz, 65nm. Geplante Ankunftszeit um 07h00 am Freitag 30. July. Wir mussen den Motor mitlaufen lassen, zuerst wenig Wind von Achtern, später hart am Wind mit 3 bis 16kn. Es hatte wenig Traffic auf dieser Strecke und die Nacht mit Halbmond verlief ruhig. Wir teilten uns 4 Erwachsenen die Schichten und kamen wie geplant nach einem schönen Sonnenaufgang kurz vor 7h00 in TI an. Marineros waren keine vorort, also fuhren wir selbständig, mit wenig Wind in einen leeren Platz, ungefähr wo das letzte Mal. Unser Besuch verbrachte den Tag nach dem Frühstück mit einem kleinen Badeausflug, bevor wir zusammen das Abendessen kochten. Um ca. 21h00 brachte ich die lieben Freunde auf den Bahnhof von TI.
Am Samstag hiess es wieder einmal Schiffputz und wir fuhren danach in die Stadt zum Coiffeur um danach ein grosses Gelati zu geniessen. Viel Wäsche war zu waschen und wir luden Samstag und Sonntag 7 Maschinen (a 3 kg) in unsere Bordwaschmaschine. Am Sonntag kletterte das Termometer auf 39 Grad.
Ronny, zurück aus der Schweiz  traf inzwischen auch wieder ein und wir brätelten die mitgebrachten Cervelats, wie es sich für einen 1. August gehört. Weiter gings am Montag mit der Einsommerung der Futuro Dos, werden wir doch das Boot für einige Wochen in der Marina Artemar in Termini Imerese lassen. Am Dienstag morgen noch die letzten Erledigungen und dann fuhr uns Ronny zum Bahnhof wo wir erst nach Palermo und dann nach einer Mittagspause auf den Flughafen fuhren.
Hoffe es klappt mit den Kontrollen und Tests. Heute um 22h30 will Stefan unser Schwiegersohn uns in Basel am Flughafen abholen.
Je nachdem wo Ihr seid, wünschen wir Euch eine angenehme Kühle oder Wärme, die angekündigten 42 Grad von Palermo möchten wir morgen nicht geniessen.
Martin und Lupita

P.S. Frank hat heute übrigens wieder einen Thun gefangen!

14.7  bis 24.7.21, Vulcano bis Vulcano

Die Ankunft der Eira, eine Alureinke mit Twinkiel, mit Eva und Frank freute uns sehr. In den folgenden Tagen ging es von Bucht zu Bucht, bzw. von Insel zu Insel. 3 Nächte verbrachten wir in der Marina de Salina, zwar teuer, aber wir konnten Wasser bunkern, Lebensmittel kaufen und auch wieder mal ein Eis essen gehen. 3x wurden wir von Eva und Frank zum Tunfischessen eingeladen!!! Wunderbar, nebst dem selbstgefangenem Fisch genossen wir auch das Zusammensein und die Gespräche sehr, merci Frank und Eva.
Auf der Insel Panarea am Anker, fing meine Seewasserpumpe bei der Nockenschraube an zu lecken, Frank war sich nicht zu schade, die Reparatur mit Bordmitteln zu übernehmen, während unsere Frauen einen Wanderausflug auf der Insel machten. Um die Pumpe des Generators zu flicken, schnitten wir ein grösseres Gewinde und machten eine neuen grösere Schraube rein.
Ich versuche bei jeder Fahrt fleissig zu fischen bis jetzt hatten wir noch kein Glück. Frank gab mir noch ein paar Tipps und ich habe auch noch den Wobbler nachgerüstet, mal schauen wie es morgen auf dem Weg nach Süden aussieht.
Am 23. July kamen wir wieder nach Vulcano in die Bucht Porto di Ponente zurück.
Morgen früh gehts für uns nach Capo d'Orlando, werden dort Besuch aus der Schweiz in Empfang nehmen. Wir haben vor, gleich wieder zu den Äoqalischen Inseln zu fahren, und das Meer und die Natur zu geniessen.
Beste Nautische Grüsse
Martin & Lupita

2.7 bis 14.7.21 Termini Immerese bis Vulcano

Die Abholung unseres Autos in Licata verlief problemlos. Mit dem Zug gings morgens um 9h00 von Termini Immerese nach Agrigent, dort konnten wir nach 2h in einen Bus nach Licata umsteigen. wir genossen die Fahrt sehr, Sizilien wird sehr gut landwirtschaftlich genutzt, zur Zeit wurden gerade die Weizenfelder abgeerntet, wahrscheinlich das Meiste für Teigwaren und Pizzamehl. Es wird aber auch sehr viel Gemüse angebaut, Früchte, Pistazien, Wein und Oliven dürfen in der Aufzählung auch nicht fehlen. Nach allen Erledigungen in Licata, gings im späteren Nachmittag mit dem Auto bis nach Enna wo wir übernachteten und Fussball schauten.
Am nächsten Tag gingen wir auf dem Rückweg in ein riesiges Outlet, aufgebaut mitten in Sizilien wie ein Dorf. Wir kauften uns Wandersandalen. Nachmittags um 16h00 waren wir wieder auf unserem Boot. Tatsächlich waren beide Seewasserpumpen revidiert und zur Montage bereit an Bord. Nun ging es daran, alles für unsere 3.Etappe vorzubereiten, Essen bunkern, Wasser einfüllen, etc. Am letzten Abend gings mit unserem lieben Nachbarn Ronny noch in ein Restaurant zum Abendessen.
Am 6. July legten wir um 9h15 Richtung Cefalu ab. Die Fahrt dauerte nur 3h, wir ankerten mit etwa 10 anderen Booten links vor dem Hafen, am anderen Morgen gings zur Erkundung ins Dorf und wir genossen auf einer Anhöhe ein kühles Getränk. Auf dem Weg zurück zum Boot kreiste die Coast Guard mit Blaulicht um die ankernden Schiffe, was ist denn jetzt los?  Bei uns angekommem hiess es, alle Anker auf und weg hier, es ist nun wegen der Hafeneinfahrt Ankerverbot, Ihr könnt einen Hafenplatz mieten, ha,ha ha, wäre für unsere Bootslänge 125 Euro ohne WC, Dusche, Wasser und Strom, kommt nicht in Frage.
Wir zogen 11 Seemeilen weiter nach Osten, und ankerten windstill vor Castell de Tusa am Strand, waren das einzige Boot. Von dort fehlten am anderen Tag noch 28 nm bis nach Capo d'Orlando. Auch dort Ankerten wir neben dem Hafen, ohne Probleme. Leider fehlte mir Getriebeoel, nach diversen telefonischen und whatsup Beratungen versuchten wir es am nächsten morgen in der gepflegten neuen Marina von Capo d'Orlando. Wir tankten 120 Liter Diesel und erhielten Wasser gratis dazu, der Tankwart rief nach meiner Frage für Getriebeoel einen Kollegen in der Werft an, nach 10 Minuten kam ein Mechaniker mit 2 Litern ATF Oel abgefüllt in einer Petflasche mit dem Velo bei unserem Boot an, sooooo nett und freundlich, die Marina ist zwar teuer, aber sehr zu empfehlen.
Weiter gings etwa 4h direkt zur Insel Vulcano. Wir blieben im Süden in einer Bucht mit Restaurant 2 Nächte, zuerst waren fast nur kleine Motorboote zum baden dort, dann kamen, es war Samstag, etwa 30 Charterer von Capo d'Orlando rüber, teils noch beim Eindunkeln. Ein riesiges Durcheinander. Tags darauf verliess einer nach dem andern die  Bucht, eines der letzteten Boote, direkt vor uns, konnte den Anker nicht heben. Nach vielen Versuchen, riefen sie die Küstenwache, es kam aber die Guardia di Finanza mit einem riesigen Boot und 10 Mann. Nach einigen Hebeversuchen mit viel Geschrei und Motorengeräusch des grossen Schiffs, gings auch nicht, kurzerhand wurde dem Segler die Kette demontiert und mit drei seiner Fender gesichert und weg war die Hilfe. Am anderen Morgen, verliessen auch wir die Bucht, unser Boot schwoyte difekt neben den Fendern der verlassenen Ankerkette. Bei unserem Anker Auf verhederte sich das Ganze nun noch mit den Fendern und dem Sicherungsseil. Mit dem Haken und mit drehen, konnte ich unseren Anker aber bald davon befreien.
Wir fuhren eine gute Stunde in den Norden von Vulcano in den Porto di Ponente wo wir unter dem Krater vor dem Dorf den Anker fallen liessen. Wunderbar hier. Nur nach Norden und Westen ein wenig offen. Nach 1 Nacht fuhren wir wieder auf die andere Seite der Insel nach Cannitella mit Schutz vor Nordwind. Dort kamen spätabends auch Eva und Frank von der Eira an.

Es gibt noch viele Orte auf diesen Inseln zu besuchen, bleiben wir dran 😁⛵⚓
Martino & Lupita

20.6 bis 1.7.21, Capo San Vito bis Ankunft in TERMINI IMERESE
9

Nach ein paar Tagen im sauberen Capo San Vito war es soweit und wir fuhren durch den Golf von Balestrate, mehr oder weniger direkt nach Balestrate. Die Marina ist riesengross, noch nicht ganz fertig und die Leute sind sehr nett und zuvorkommend. Der Zugang zum Meer ist allerdings wegen Versandung ein wenig gefährlich, zwar wurde ein Kardinalzeichen mittels einer Boje gesetzt, welche die nördliche Umfahrung fordert. Die Boje wurde aber nicht ganz richtig gesetzt und man folgt besser dem Dinghy der Marineros die wir vorher per Funk anriefen. Diesen Tipp haben wir von Steffen der Octopus Garden erhalten.
Der Ort liegt etwas oberhalb des Hafens und man steigt über eine Treppe hoch oder man nimmt den Lift vom Hotel an der Klippe (wenn er funkioniert ).
Sofort fanden wir alles was wir benötigten und auf der kleinen Piazza gönnten wir uns auch einen Orangensaft und ein Gelati😁.
Am zweiten Abend dann den grossen Hit, ein Restaurant direkt am Meer bietet einen Abholservice in der Marina mit einer Lambreta an, klar, dass wir uns für diese Abenteuer entschieden. Der Fahrer, Sohn der Besitzerfamilie sprach sogar Spanisch weil seine Familie für Jahre in Venezuela lebte und er dort aufgewachsen ist. Wir verbrachten einen wunderbaren Abend im offenen Lokal mit Blick auf den Sonnenuntergang.
Die Rückfahrt mit der Lambreta war wieder mit viel Gehupe verbunden, aber insgesamt ein Riesenspass! Tags darauf enschieden wir uns direkt nach Termini Imerese zu fahren. Der erste Eindruck war eher dreckig, die Marina ist am Rande eines Industriehafens angesiedelt.
In den folgenden Tagen lernten wir nebst dem freundlichen Personal auch schöne Teile des Ortes kennen. Die Einkaufsmöglichkeiten sind perfekt und der Schutz ist gut. Der Hafen ist einfach mit dem Zug vom Flughafen Palermo erreichbar.
Hier haben wir auch die Möglichkeit unser Boot im Winter an Land zu stellen, somit haben wir die Gelegenheit gepackt und gleich einen Jahresvertrag unterschrieben inkl. Kranen und Unterwasserreinigung. Das Antifouling übernehmen wir dann im Frühjahr.
Morgen holen wir unser Auto in Licata ab und schauen uns unterwegs den Viertelfinal der EM an😁⚽️.
In der zwischenzeit hoffen wir, dass die Jungs hier noch die Simerringe bei unserer Seewasserpumpe vom Geni ersetzen können.
Weiter wollen wir dann für 2 Wochen nach Osten zu den Vulkaninseln.
Gute Zeit wünschen
Martino & Lupita

23.6.21Rundreise Sizilien gestartet


Am 12. Juni, nach der Impfpause in der Schweiz, flogen wir wieder nach Palermo, keine Kontrollen , nix. Kurz nachdem ich beim Pakingbetreiber angerufen hatte, war der Shuttle da und wir konnten unser Auto für die Rückreise nach Licata abholen. Ohne Gps machten wir zwar einen Umweg, aber wir genossen die Fahrt durch die Natur und das gepflegte Land, mit vielen Obst- und Gemüsekulturen und natürlich auch Weinbergen wo der feine Nero Tavolo herkommt.
Unsere Futuro Dos fanden wir wohlbehütet, festgebunden an ein anderes Boot in der Werft. Gleich anderntags gings ans Einkaufen und Boot mit Wasser reinigen, es hat in der Zwischenzeit Staub geregnet. Mit vollen Wassetanks gings 2 Tage später gegen Westen los, unsere Rundreise war gestartet.
Als erstes Etappenziel ging es hart am Wind mit Motorunterstützung ins ca. 50 nm entfernte Sciacca. Zuerst erwarben wir für 500 Euro 328 Liter Diesel. Die Idee vor dem Hafen zu ankern verwarfen wir bald, Welle und Wind waren zu stark. Wir nahmen ein gutes Angebot vom Segelclub an und blieben 2 Tage.
Die Clubmitglieder holten zur Feier der EM  ihre wunderbaren farbigen Boote heraus und alle waren in Feierstimmung. Der Chef reservierte für uns auch gleich einen Platz in Marsala für den nächsten Tag. Dort angekommen, einen kleinen Spaziergang, Einkäufe und Wassertanken, dann gings weiter an den wunderbaren Ankerplatz in der Cala Rossa auf der Insel Favignana. Es war Wochenende und so kamen neben den 10 übernachtenden Seglern tagsüber ca. 50 Freizeitboote und Touristenboote zum baden und feiern.
Aus der wunderschönen Bucht gings dann weiter nach San Vito lo Capo, das ist ganz westlich oben auf Sizilien. Wir ankerten vor der Marina in der Bucht, nach einem schönen ruhigen Abend, kam um 1h00 morgens Starkwind auf, wir hatten Spitzen über 40 Knoten Windstärke und ich verbrachte die Zeit von 1h00 bis 05h15 mit  Ankerwache im Cockpit.
Das unruhige Wetter blieb und wir verbrachten die nächsten Tage in der Marina. Lupita kaufte beim lokalen Fischer 1KG Tunfisch, der landete zur Hälfe auf der Grillplatte und der andere Teil im Zitronensaft als Ceviche😁. Am selben Tag habe ich auf dem Boot meinen neuen Omnia Backofen in Betrieb genommen, wirklich ein Geheimtipp, als Beilage habe ich Kartoffelgratin gemacht, war alles sehr schmackhaft!
Als Nächstes wollen wir dann weiter im nächsten Golf nach Balestrate..
Die Wassertemperatur ist inzwischen bei angenehmen 25 Grad unnd wir geniessen die Abkühlungen sehr.
Liebe nautische Grüsse
Martino & Lupita

 

17.5.2021 Auto, Fähre, Auto, Futuro Dos

 

 

Endlich war es soweit, wir entschieden dieses Mal mit dem Auto nach Sizilien zu fahren. 2 Wochen später als angedacht, gings durch den grossen St. Bernhard nach Genua wo wir auf die Nachtfähre nach Palermo einschifften. Die Ueberfahrt dauerte 21.5h und wir verbrachten die meiste Zeit in der gemieteten Kabine mit WC und Dusche. Durch ein kleines Fenster konnten wir jederzeit das Meer beobachten, ausser auf der Höhe von Südkorsika war es ruhig und angenehm.

Angekommen in Palermo mussten wir uns zunächst einem Coronatest unterziehen, Gratis, aber wie die meisten von Euch es schon kennen, eher unangenehm. An der Grenze zu Italien mussten wir zu unserem Verwundern die Test vom Vortag in der Schweiz und die anderen Einfuhrdeklarationen nicht vorweisen. Danach ging es wieder mit unserem alten Toyota weiter,. Nach ca. 2.5h, so gegen 23h30 nachts erreichten wir die Marina di Cala del Sole in Licata wo unsere Futuro Dos, gut gehütet von unserem Kollegen Georg den Winter verbrachte.

Alles gut und eine Stunde später nachdem ich das WC und die Wasserpumpe in Betrieb genommen hatte sanken wir in einen tiefen Schlaf.

Die erste Woche stand in Sachen Arbeit, das Einziehen eines Antennenkabels in den Mast und die Montage einer neuen Antenne auf dem Mast auf Prioritätenliste Nr. 1. Die Mastarabeiten machte unser Kollege Frank von der Eira, Merci Frank, super Job!

Die weiteren Installationsarbeiten schafften Lupita und ich selber, nur bei der Programmierung des neuen AIS Gerätes brauchte ich Hilfe von Geog, merci Georg!

Nun ging es an die Auswasserung um Unterwasser und Malerarbeiten an Deck zu erledigen. 

 

Natürlich genossen wir die restliche Zeit oft mit unseren Kollegen in Licata, einer nach dem Anderen lief nun aus um die Sommermonate Rund Sizilien, auf Malta oder in Griechenland zu verbringen. Viele, wie wir auch, kehren dann im Oktober wieder nach Licata zurück.

 

Eine Pendenz von uns war noch die Reinigung des Dieseltanks, Ich habe mir mit einer Heizoelpumpe und einem fliegenden Filter, sowei Schläuchen und Elektrorohr als Absaugehilfe etwas gebastelt und den Dreck im Tank abgesaugt. Das Resultat seht Ihr in den Bildern.

 

Wir dachten, dass wir die zweite Impfdosis auf Sizilen erhalten würden, wenn man mehrmals am richtigen Ort ansteht kann es auch klappen. Wir machen zusammen mit Illona und Andreas einen Versuch in Agrigento, leider kamen diese Woche keine Impfdosen und wir entschieden uns kurzfristig in die CH zu fliegen um diese Pendenz zu erledigen. Zu unserem Glück konnten wir an einem Geburigrill von Marcela mit der ganzen Familie teilnehmen.

 

Am 12. Juni gehts wieder zurück nach Licata und dann möchten wir zur Umsegelung von Sizilen starten, mehr davon also in ca. 2 Wochen.

 

Saluti, Martino & Lupita

 

Besucherzaehler

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